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Geschichtlicher Hintergrund der Mayas

 

 

Vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus waren die Maya die Träger einer Hochkultur, die sich zw. 2000 v.Chr. und 1550 n Chr. im heutigen Süden Mexikos (Halbinsel Yucatán, Tabasco, Chiapas), im heutigen Norden Guatemalas und angrenzenden Gebieten von Honduras entwickelt hatte; die größte Blüte erreichte diese Kultur zw. 200 und 900n Chr. Im Laufe der Jahrhunderte verschoben sich ihre Zentren vom Süden nach Norden. Um 1000 wanderten Tolteken in das Gebiet ein und formten die Maya-Kultur um. Die Wirtschaftliche Grundlage war der Feldbau (v.a. Mais), der z.T. mit Entwässerungssystemen betrieben werden musste. Die Städte hatten bis zu 10ÿ000 Ew., ihr Zentrum war ein Platz mit Sakralbauten (Stufenpyramiden) und Palästen, wahrscheinlich Verwaltungsmittelpunkt der Territorialstaaten. Über die Religion ist wenig bekannt, besondere Bedeutung hatte wohl der Himmelsgott Itzamná, in der Religionsausübung spielten Wahrsagepraktiken eine große Rolle. Die reich mit Reliefs verzierten Stufenpyramiden bezeugen den hohen Stand der Baukunst. Von den Malereien blieb wenig erhalten; das Handwerk war gut entwickelt (Textilien, Keramik, Federarbeiten). Metall war unbekannt (mal sehen ob da Blue Byte auch daran gedacht hat). Die Maya schufen als einziges Volk Altamerikas eine höher entwickelte Schrift, ihre bildlich-abstrakten Zeichen sind bis heute nur zum Teil entziffert. Der Kalender beruhte auf fortgeschrittenen mathematischen und astronomischen Kenntnissen.



 

Das Ballspiel

Der Vergleich mit dem modernen Fußballspiel ist gar nicht einmal soweit hergeholt, wie er sich im ersten Moment anhört, zumindest nicht , wenn man die Popularität der beiden Sportarten zugrundelegt. Denn wie bei uns heute ein Fußballplatz, befand sich damals in jeder größeren Maya-Siedlung ein, wenn nicht gar mehrere Ballplätze. Obwohl sich diese Ballspielplätze mitunter, je nach der Erbauungszeit im Aufbau voneinander unterscheiden , so läßt sich doch ein gewisses Grundmuster erkennen, nach dem die Plätze errichtet sind. Als Beispiel für diese Grundschema führe ich hier den großen Ballspielplatz von Chitzen Itza an. Bei diesem sind auf einer rechteckigen Grundfläche an zwei sich gegenüberliegenden Mauern, jeweils ein Ring befestigt. Überhalb dieses Rings befindet sich eine Zuschauertribüne. An den andere zwei Seiten befindet sich jeweils ein Tempel. Es finden sich jedoch auch kleinere Ballspielplätze, ohne Tribüne und Tempel.


Über die Regel des Ballspiels ist wenig bekannt, es gilt jedoch als wahrscheinlich, daß sie sich innerhalb des Maya-Reichs stark unterschieden haben. Man kann davon ausgehen, daß bei einem Ballspiel normalerweise zwei Teams gegeneinander angetreten sind. Das Ziel des Spieles war es wahrscheinlich möglichst viele Punkte zu erzielen, indem man einen Kautschukball durch die oftmals über 2m hochhängenden Ringe (siehe links) hindurchwirft. Dies wurde wahrscheinlich durch das Verbot des Einsatzes bestimmter Körperpartien erschwert.







 

 

 

 

 

 


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